Welche Inhalte gehören auf eine Firmenwebsite?
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„Was schreiben wir denn jetzt eigentlich auf die Website?“ Diese Frage hören wir bei fast jedem Erstgespräch mit KMU aus dem Toggenburg und der übrigen Ostschweiz. Viele Inhaber wissen, dass sie eine Website brauchen, aber nicht, was tatsächlich drauf muss, damit Kunden anrufen statt nur zu stöbern. Das Ergebnis sind oft Seiten mit hübschen Bildern, aber ohne die Informationen, die eine Kaufentscheidung tatsächlich auslösen. In diesem Artikel gehen wir konkret durch, welche Firmenwebsite-Inhalte wirklich zählen – und in welcher Reihenfolge Sie diese angehen sollten.
Warum die meisten Firmenwebsites an den falschen Inhalten scheitern
Ein häufiges Muster: Die Startseite zeigt ein Teamfoto, einen Slogan wie „Ihr Partner für Qualität“ und einen Button „Mehr erfahren“. Was fehlt, ist die Antwort auf die Frage, die sich jeder Besucher in den ersten Sekunden stellt: Was macht diese Firma genau, für wen, und was bringt es mir? Wenn diese Antwort nicht sofort sichtbar ist, verlässt der Besucher die Seite wieder – meist innerhalb weniger Sekunden.
Der Grund dafür ist selten fehlendes Design. Es ist fehlende Struktur bei den Inhalten. Bevor Sie über Farben, Schriften oder ein neues Logo nachdenken, lohnt sich die Frage: Welche Informationen braucht ein potenzieller Kunde, um Vertrauen aufzubauen und eine Anfrage zu stellen? Genau darum geht es in den folgenden Abschnitten.
Die Basis: Diese Seiten braucht jede Firmenwebsite
Unabhängig von Branche und Grösse gibt es einen Kern an Seiten, der auf praktisch keiner professionellen Website fehlen sollte:
- Startseite: Kurze, klare Aussage, was Sie tun, für wen und mit welchem Nutzen – plus direkter Weg zu Kontakt oder Angebot.
- Über uns: Wer steht hinter der Firma, seit wann gibt es sie, welche Werte und welche Geschichte stecken dahinter.
- Leistungen/Produkte: Detaillierte Beschreibung dessen, was Sie anbieten, idealerweise mit eigenen Unterseiten pro Hauptleistung.
- Referenzen oder Projekte: Konkrete Beispiele abgeschlossener Arbeiten, wenn möglich mit Bildern und kurzer Beschreibung der Ausgangslage.
- Kontakt: Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Standort, idealerweise mit Karte und Kontaktformular.
- Impressum und Datenschutzerklärung: Gesetzlich in der Schweiz zwar weniger streng geregelt als in der EU, aber für Vertrauen und Transparenz trotzdem wichtig.
Diese Grundstruktur ist der Ausgangspunkt für jedes Projekt, das wir im Rahmen von Webdesign für Kunden umsetzen. Wie viele Unterseiten daraus werden, hängt von der Komplexität des Angebots ab – ein Treuhandbüro braucht andere Seiten als ein Handwerksbetrieb mit mehreren Gewerken.
Leistungsseiten: Der meistunterschätzte Bereich
Viele KMU fassen alle Leistungen auf einer einzigen Seite zusammen. Das mag übersichtlich wirken, ist aber sowohl für Besucher als auch für Suchmaschinen ungünstig. Wenn ein Elektriker etwa Elektroinstallationen, Photovoltaik und Smart-Home-Lösungen anbietet, sollte jede dieser Leistungen eine eigene Unterseite mit eigenem Text, eigenen Bildern und eigenen Beispielen erhalten. So kann jemand, der gezielt nach „Photovoltaik Installation Toggenburg“ sucht, auch gezielt auf dieser Unterseite landen – nicht auf einer allgemeinen Übersichtsseite, auf der das Thema nur in einem Satz erwähnt wird.
Inhalte, die Vertrauen schaffen – bevor der erste Anruf kommt
Kunden, die eine Firmenwebsite besuchen, kennen Sie meist noch nicht persönlich. Die Website muss also die Aufgabe übernehmen, die sonst ein Verkaufsgespräch oder eine Empfehlung erledigt. Folgende Inhalte helfen dabei besonders:
- Echte Fotos statt Stockbilder: Ein Bild vom tatsächlichen Team, der Werkstatt oder dem Ladenlokal wirkt glaubwürdiger als generische Symbolfotos.
- Kundenstimmen oder Bewertungen: Auch kurze, ehrliche Zitate von Kunden helfen bei der Entscheidung – sofern diese tatsächlich eingeholt und nicht erfunden wurden.
- Zertifikate, Mitgliedschaften, Partnerschaften: Zugehörigkeit zu Branchenverbänden oder Herstellerpartnerschaften signalisiert Fachkompetenz.
- Klare Angaben zu Ablauf und Prozess: Wie läuft eine Zusammenarbeit ab? Was passiert nach der Anfrage? Diese Transparenz nimmt Unsicherheit.
- Antworten auf typische Fragen: Ein FAQ-Bereich zu Ihren Leistungen reduziert Rückfragen per Telefon und E-Mail erheblich.
Gerade regional tätige Betriebe profitieren davon, ihren Standortbezug klar sichtbar zu machen – etwa durch die Nennung des Einzugsgebiets und lokaler Referenzen. Wie Sie das gezielt umsetzen, damit Sie auch in der lokalen Suche gefunden werden, erklären wir im Detail auf unserer Seite zur lokalen Suchmaschinenoptimierung.
Inhalte für die Auffindbarkeit: Was Suchmaschinen und Kunden gleichermassen brauchen
Schöne Inhalte nützen wenig, wenn niemand die Seite findet. Hier kommen einige Inhaltselemente ins Spiel, die gleichzeitig für Besucher und für Suchmaschinen wichtig sind:
- Aussagekräftige Seitentitel: Jede Unterseite braucht einen eigenen, präzisen Titel, der beschreibt, worum es geht – nicht überall denselben Firmennamen.
- Textinhalt in ausreichender Tiefe: Eine Leistungsseite mit drei Sätzen bringt wenig. Erklären Sie, was die Leistung umfasst, für wen sie gedacht ist und was das Ergebnis ist.
- Regionale Bezüge im Text: Wenn Sie hauptsächlich in einer bestimmten Region tätig sind, sollte das im Text auch so stehen – etwa „Sanitärinstallationen im Toggenburg und Umgebung“.
- Strukturierte Überschriften: H2 und H3 helfen Besuchern beim Überfliegen und Suchmaschinen beim Verstehen der Seitenstruktur.
- Aktuelle Inhalte: Eine Seite, die seit fünf Jahren nicht angefasst wurde, wirkt auf Besucher wie auf Suchmaschinen weniger relevant.
Wie diese Bausteine zusammenspielen, damit Ihre Firmenwebsite auch tatsächlich in den Suchergebnissen erscheint, beschreiben wir ausführlich auf unserer Seite zu Suchmaschinenoptimierung. Der wichtigste Grundsatz vorab: Guter Inhalt ist die Voraussetzung, nicht die Kür.
Typische Fehler bei der Inhaltsplanung – und wie Sie sie vermeiden
Aus unserer Projekterfahrung mit Ostschweizer KMU wiederholen sich einige Fehler auffallend oft:
- Zu viel Eigenlob, zu wenig Nutzen: Sätze wie „Wir sind seit über 20 Jahren Ihr kompetenter Partner“ sagen dem Kunden nicht, was er davon hat. Besser: konkret beschreiben, welches Problem Sie lösen.
- Fehlende Preisorientierung: Nicht jede Firma muss Preise nennen, aber zumindest eine Grössenordnung oder ein „ab“-Preis hilft, unpassende Anfragen zu vermeiden. Auf unserer eigenen Preise-Seite zeigen wir zum Beispiel, dass Websites bei uns ab CHF 1’690 starten – das schafft Klarheit, bevor überhaupt eine Anfrage gestellt wird.
- Veraltete Referenzen: Projekte von vor zehn Jahren wirken nicht mehr aktuell. Referenzen sollten regelmässig ergänzt werden.
- Kontaktmöglichkeiten verstecken: Wenn Telefonnummer oder Formular erst nach drei Klicks auffindbar sind, verlieren Sie Anfragen. Kontakt gehört sichtbar in Kopf- oder Fusszeile jeder Seite.
- Kein Plan für den Ausbau: Viele Websites werden einmal erstellt und dann Jahre lang nicht mehr erweitert, obwohl sich das Angebot verändert hat. Gerade bei einem Website-Relaunch lohnt es sich, die Inhaltsstruktur von Grund auf neu zu überdenken statt nur das Design auszutauschen.
Sonderfall Onlineshop: Zusätzliche Inhalte, die Kunden erwarten
Wer neben der Firmenwebsite auch online verkauft, braucht zusätzliche Inhaltsbausteine: klare Produktbeschreibungen mit Grössen, Materialien oder technischen Angaben, Informationen zu Versand und Rücksendung, Zahlungsmöglichkeiten sowie AGB. Diese Inhalte werden häufig unterschätzt, sind aber für die Kaufentscheidung genauso wichtig wie das Produktbild selbst. Wenn Sie einen Onlineshop planen, lohnt sich ein Blick auf unsere Seite zum Thema Onlineshop erstellen lassen, wo wir auch auf diese inhaltlichen Anforderungen eingehen.
So gehen Sie die Inhaltsplanung praktisch an
Statt sofort mit dem Schreiben zu beginnen, empfehlen wir folgendes Vorgehen:
- Notieren Sie zunächst alle Leistungen und Produkte, die Sie anbieten – auch die, die Ihnen selbstverständlich erscheinen.
- Überlegen Sie zu jeder Leistung: Welche drei Fragen stellt ein Kunde dazu am häufigsten?
- Sammeln Sie vorhandenes Bildmaterial oder planen Sie einen Fototermin vor Ort.
- Legen Sie fest, welche Referenzen oder Projekte Sie zeigen dürfen und möchten.
- Erstellen Sie eine Liste aller benötigten Seiten, bevor die eigentliche Texterstellung beginnt.
Dieser strukturierte Ansatz spart in der Praxis viel Zeit, weil während der eigentlichen Umsetzung nicht mehr improvisiert werden muss. Einen Überblick über unser gesamtes Vorgehen bei Kundenprojekten finden Sie auf der Seite Leistungen.
Häufige Fragen zu Firmenwebsite-Inhalten
Wie viele Seiten braucht eine kleine Firmenwebsite mindestens?
Für die meisten kleinen KMU reichen fünf bis acht Seiten aus: Startseite, Über uns, ein bis drei Leistungsseiten, Referenzen, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jede Seite ein klares Thema hat und nicht mehrere Anliegen vermischt.
Muss ich auf der Website Preise nennen?
Nein, das ist keine Pflicht. Es hilft aber oft, zumindest eine Preisspanne oder einen Einstiegspreis zu zeigen, damit Anfragen bereits vorqualifiziert sind. Wer ohne jede Preisangabe arbeitet, sollte dafür an anderer Stelle Vertrauen schaffen, etwa durch ausführliche Leistungsbeschreibungen oder Referenzen.
Wie oft sollten Inhalte auf der Firmenwebsite aktualisiert werden?
Kontaktangaben, Öffnungszeiten und Referenzen sollten laufend aktuell gehalten werden. Für die übrigen Texte reicht eine Überprüfung ein- bis zweimal jährlich, um zu prüfen, ob Leistungen, Preise oder Teamfotos noch dem aktuellen Stand entsprechen. Wer eine Wartungsvereinbarung ab CHF 50 pro Monat hat, kann solche Anpassungen unkompliziert laufend vornehmen lassen, ohne jedes Mal ein neues Projekt aufzusetzen.
Wenn Sie unsicher sind, welche Inhalte für Ihre Firmenwebsite tatsächlich sinnvoll sind, oder Ihre bestehende Seite überarbeiten möchten, sprechen Sie mit uns. Wir schauen uns Ihre aktuelle Situation an und zeigen konkret auf, wo Inhalte fehlen oder ergänzt werden sollten. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf.
