Website-Wartung: Was dazugehört — und was sie kosten darf

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Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft und dann zwanzig Jahre stehen lässt. Sie gleicht eher einem Auto: Sie läuft nur zuverlässig, wenn sie regelmässig gewartet wird. Trotzdem laufen viele KMU-Websites in der Ostschweiz jahrelang ohne ein einziges Update – bis etwas kaputtgeht.

In diesem Artikel erklären wir, warum gerade WordPress-Seiten laufende Pflege brauchen, was passiert, wenn sich niemand kümmert, was ein seriöses Wartungspaket enthalten muss – und was das Ganze realistischerweise kosten darf.

Warum WordPress-Seiten Pflege brauchen

WordPress ist das meistgenutzte Website-System der Welt. Das ist ein Vorteil: grosse Auswahl an Erweiterungen, viele Fachleute, keine Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter. Es hat aber eine Kehrseite: Was weit verbreitet ist, ist auch ein beliebtes Ziel für automatisierte Angriffe.

Deshalb veröffentlichen die Entwickler von WordPress, Themes und Plugins laufend Updates. Sie schliessen Sicherheitslücken, beheben Fehler und halten die Technik aktuell. Eine typische Website besteht schnell aus einem Dutzend solcher Komponenten – und jede einzelne will gepflegt sein. Dazu kommt die Technik im Hintergrund, etwa die PHP-Version beim Hosting, und das Zusammenspiel aller Teile, das nach jedem Update geprüft werden sollte.

Was passiert, wenn niemand wartet

Ungewartete Websites fallen selten am ersten Tag aus. Die Probleme kommen schleichend – und dann oft alle aufs Mal.

  • Gehackte Seiten: Veraltete Plugins sind ein häufiges Einfallstor. Angreifer platzieren Spam-Links, Schadcode oder Weiterleitungen auf dubiose Seiten – oft, ohne dass es der Inhaber zunächst bemerkt.
  • Warnungen bei Google: Erkennt Google Schadcode, wird die Seite in den Suchresultaten markiert oder entfernt. Besucher sehen eine Warnmeldung statt Ihres Angebots.
  • Ausfälle: Irgendwann passt eine veraltete Komponente nicht mehr zur neuen Server-Umgebung. Die Seite zeigt nur noch eine Fehlermeldung – meist dann, wenn es am wenigsten passt.
  • Stille Defekte: Das Kontaktformular versendet keine Mails mehr, niemand merkt es, und Anfragen verschwinden wochenlang im Leeren.

Auch Ihre Sichtbarkeit leidet: Eine langsame, veraltete oder zeitweise nicht erreichbare Website verliert bei Google an Boden – leise, aber stetig. Bis es jemand bemerkt, haben sich die Mitbewerber davorgeschoben.

Die Aufräumarbeiten nach einem Hack kosten fast immer mehr als mehrere Jahre ordentlicher Wartung. Vom Vertrauensverlust bei Ihrer Kundschaft ganz zu schweigen.

Was ein seriöses Wartungspaket umfasst

«Wartung» ist kein geschützter Begriff. Fragen Sie deshalb konkret nach, was enthalten ist. Ein seriöses Paket deckt mindestens diese Punkte ab:

  • Regelmässige Updates von WordPress, Theme und Plugins – inklusive Kontrolle, ob danach noch alles funktioniert.
  • Backups, die automatisch erstellt und ausserhalb des Webservers gespeichert werden.
  • Sicherheitsüberwachung, damit Auffälligkeiten früh erkannt werden – nicht erst, wenn Google warnt.
  • Erreichbarkeits-Kontrolle: Ist die Seite nicht erreichbar, soll es der Betreuer merken – nicht erst Ihre Kundschaft.
  • Ein fester Ansprechpartner, der bei Fragen und kleinen Anpassungen erreichbar ist.

Backups: die unterschätzte Lebensversicherung

Ein aktuelles Backup verwandelt einen Totalschaden in eine Unannehmlichkeit. Wichtig ist, dass die Sicherungen automatisch laufen, regelmässig erstellt werden und nicht nur auf demselben Server liegen wie die Website selbst. Wird der Server kompromittiert, wäre sonst auch die Sicherung betroffen.

Was darf Website-Wartung kosten?

Für eine typische KMU-Website ohne Shop sind monatliche Pauschalen im zweistelligen Frankenbereich realistisch. Deutlich teurere Angebote sollten mit klar mehr Leistung begründet sein – etwa mit Shop-Betreuung, vielen Stunden Inhaltspflege oder besonderen Anforderungen.

Bei WinWebDesign beginnt die Wartung bei CHF 50 pro Monat. Das Pro-Paket für CHF 120 pro Monat richtet sich an Firmen, die zusätzlich laufende Anpassungen und erweiterten Support wünschen. Die Details zu beiden Paketen finden Sie auf unserer Preisseite.

Zur Einordnung: CHF 50 im Monat sind weniger, als viele Firmen für Kaffee ausgeben. Gemessen daran, dass die Website oft der erste Kontaktpunkt für neue Kunden ist, ist das eine überschaubare Absicherung.

Achten Sie in jedem Fall auf Transparenz: Sie sollten jederzeit nachvollziehen können, was an Ihrer Website gemacht wurde. Und seien Sie vorsichtig bei Angeboten, in denen Wartung «gratis» enthalten ist. Diese Arbeit bezahlt immer jemand – oder sie wird schlicht nicht gemacht.

Selber machen oder abgeben?

Technisch interessierte Inhaber können die Wartung grundsätzlich selbst übernehmen. Updates einspielen ist kein Hexenwerk. Die eigentliche Arbeit liegt im Drumherum: vorher ein Backup erstellen, nachher alle Funktionen durchklicken, im Fehlerfall ruhig bleiben und zurückrollen können. Das braucht Routine und vor allem Regelmässigkeit. Eine Wartung, die nur stattfindet, «wenn gerade Zeit ist», ist keine.

Stellen Sie sich drei Fragen: Habe ich ein aktuelles Backup, bevor ich auf «Aktualisieren» klicke? Merke ich es, wenn die Seite nach dem Update einen Fehler zeigt? Und weiss ich, was dann zu tun ist? Wer dreimal Ja sagt, kann es selbst versuchen. Alle anderen fahren mit einem Wartungsvertrag entspannter.

Unsere ehrliche Empfehlung: Die Inhaltspflege – Texte, Bilder, Aktuelles – können viele Kunden gut selbst übernehmen. Dafür gibt es unsere persönliche WordPress-Schulung. Die technische Wartung dagegen ist beim Profi gut aufgehoben, weil sie zuverlässig und nach Plan passieren muss – nicht nebenbei.

Häufige Fragen

Wie oft sollten Updates eingespielt werden?

Sicherheitsrelevante Updates möglichst zeitnah, alles andere in einem festen Rhythmus – mindestens einmal pro Monat. Entscheidend ist, dass nach jedem Update geprüft wird, ob die Website noch einwandfrei funktioniert.

Meine Website läuft seit Jahren ohne Wartung. Warum sollte ich etwas ändern?

«Bisher ist es gut gegangen» ist keine Strategie. Angriffe auf veraltete Websites laufen automatisiert ab – betroffen sind nicht nur grosse Firmen, sondern jede erreichbare Seite mit einer bekannten Lücke. Und je länger eine Website ungewartet bleibt, desto aufwendiger und teurer wird das Nachholen.

Ist Wartung dasselbe wie Hosting?

Nein. Das Hosting stellt den Server bereit, auf dem Ihre Website läuft. Die Wartung kümmert sich um die Website selbst: Updates, Backups, Sicherheit und Funktionskontrolle. Beides gehört zusammen, ist aber nicht dasselbe.

Unser Angebot: Sie möchten wissen, in welchem Zustand Ihre Website ist und welches Wartungspaket für Sie sinnvoll wäre? In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam hin – ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

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