Was kostet Local SEO in der Schweiz pro Monat?

· Lesezeit ca. 10 Min.

Ein Notizblock und ein Kugelschreiber auf einem Holztisch

Die kurze Antwort

Unter demselben Wort — Local SEO für einen lokalen Einzelstandort — habe ich am 29.08.2026 auf Schweizer Anbieterseiten Monatspreise von CHF 300.– bis CHF 2’500.– gelesen: von der tiefsten Einstiegszahl bis zur höchsten gelesenen Obergrenze. Der Grund ist nicht, dass ein Anbieter zu teuer wäre: «Local SEO» ist kein definiertes Produkt. Ohne Leistungsbeschreibung ist die Frage nach dem Preis nicht beantwortbar — und jede Zahl, die sie beantwortet, verschweigt den Umfang.

Stand: 29. August 2026, neun Schweizer Kostenseiten im Volltext gelesen. Weiter unten stehen die sechs Fragen, mit denen Sie zwei Angebote überhaupt erst vergleichbar machen.

Auf die Frage nach dem Preis für Local SEO gibt es eine erstaunlich konkrete Antwort: CHF 1’500.– bis 2’500.– im Monat. Die Zahl klingt belegt, und sie ist nicht erfunden — ich habe sie am 29.08.2026 auf einer Schweizer Anbieterseite genau so gelesen.

Was auf derselben Seite steht und in jeder Weitergabe verloren geht: Es ist die unterste Stufe einer mehrstufigen Preistabelle. Die Zahl beschreibt also nicht, was lokale Sichtbarkeit kostet. Sie beschreibt, wo dort die Leiter anfängt.

Was ich auf den Anbieterseiten gelesen habe

Ich habe neun Schweizer Seiten aufgesucht, die Kosten für Suchmaschinenoptimierung behandeln, und jede im Volltext gelesen — nicht die Suchtreffer, sondern die Seiten selbst. Fünf nennen eine Zahl, die sich auf einen einzelnen lokalen Standort beziehen lässt. Hier sind sie, ohne Namen und ohne wörtliches Zitat:

Auf Schweizer Anbieterseiten gelesene Monatspreise für einen lokalen Einzelstandort, alle am 29.08.2026 abgerufen. Ohne Namen — der Einwand richtet sich gegen die Vergleichbarkeit der Zahlen, nicht gegen die Anbieter.
Gelesener MonatspreisWie die Zeile heisstWas das für die Zahl bedeutet
ab CHF 300.–Ausdrücklich als Local-SEO-Einstieg benanntEin eigenes Produkt mit eigenem Preis — die einzige Form, in der die Frage direkt beantwortet wird.
ab CHF 490.–Einstieg in die laufende Betreuung, Umfang wird nach einer Analyse festgelegtKein Local-Preis, sondern eine Untergrenze. Was drin ist, entscheidet sich erst später.
CHF 690.– bis 990.–Rechenbeispiel für einen Betrieb mit rund fünf Mitarbeitenden an einem StandortDie genaueste Beschreibung des Anwendungsfalls — aber ohne das Wort Local SEO.
CHF 500.– bis 2’000.–Unterste Monatsstufe einer Übersicht; Local SEO steht darin als AufzählungspunktLocal SEO ist hier ein Bestandteil, kein Produkt. Der Preis gehört dem Paket, nicht der Leistung.
CHF 1’500.– bis 2’500.–Unterste Stufe einer mehrstufigen Leiter, nach Local SEO benanntDie Zahl, die als «der Preis für Local SEO» zirkuliert. Sie ist der Anfang einer Leiter.

Vier der neun Seiten verwenden den Begriff «Local SEO» auf ihrer Kostenseite überhaupt nicht. Das ist kein Vorwurf — es ist der Kern des Problems: Wer nach einem Preis für etwas fragt, das vier der neun gelesenen Seiten nicht als Produkt führen, bekommt zwangsläufig Zahlen, die nicht dasselbe messen.

01 Warum die Spanne so weit ist

Nicht die Leistung schwankt, sondern die Etikette

CHF 300.– und CHF 2’500.– sind keine Preise für dieselbe Arbeit. Hinter «Local SEO» können ganz verschiedene Umfänge stehen — und keine der gelesenen Zahlen sagt, welcher gemeint ist:

  • Nur das Google-Unternehmensprofil pflegen — Angaben aktuell halten, Beiträge einstellen, auf Bewertungen antworten. Wenige Stunden im Monat.
  • Dazu Verzeichnis-Einträge und NAP-Gleichheit — Name, Adresse, Telefonnummer über Dutzende Verzeichnisse hinweg identisch halten. Einmal viel Arbeit, danach wenig.
  • Dazu Ortsseiten auf der eigenen Website — je Ort eine eigene Seite mit eigenem Inhalt. Das ist Textarbeit und skaliert mit der Zahl der Orte.
  • Dazu Bewertungsaufbau als laufender Ablauf — nicht bloss der Wunsch nach mehr Bewertungen, sondern ein Weg, auf dem sie regelmässig entstehen.
  • Dazu Messung im Local Pack — und die ist standortabhängig: dieselbe Suche kann in zwei Nachbarorten verschiedene Ergebnisse liefern, weil die Distanz zum Suchenden mitentscheidet. Wer das ernsthaft messen will, misst an mehreren Punkten.

Ein Angebot über CHF 300.– kann die erste Zeile enthalten. Ein Angebot über CHF 2’500.– kann alle fünf enthalten. Beide dürfen «Local SEO» heissen — und genau deshalb ist der Preisvergleich ohne Leistungsbeschreibung wertlos.

Eine Erwartung, die sich nicht bestätigt hat

Ich bin mit einer Vermutung in diese Recherche gegangen: dass veröffentlichte Preisspannen nach unten verzerrt sind, weil Anbieter, die ihre Preise veröffentlichen, die günstigeren sind — die teureren offerieren lieber nach Gespräch. Das ist ein plausibles Argument, und ich habe es in der Serie vorbereitet.

In meiner Stichprobe stimmt es nicht. Der niedrigste gelesene Wert (CHF 300.–) und der höchste (CHF 2’500.– als obere Grenze der untersten Stufe einer Leiter) stehen beide öffentlich auf einer Anbieterseite. Wenn die Verzerrung existiert, ist sie in neun Seiten nicht sichtbar geworden. Ich schreibe das hierhin, statt die Vermutung als Befund zu verkaufen — eine Erwartung, die die Messung nicht trägt, gehört genannt und nicht stillschweigend weggelassen.

Was ich stattdessen gefunden habe, ist etwas anderes und Nützlicheres: Die Streuung entsteht nicht zwischen billigen und teuren Anbietern, sondern zwischen zwei Arten, eine Zahl zu nennen. In diesen fünf Zahlen fällt auf: Wer ein abgegrenztes Produkt benennt, nennt tiefere Zahlen als wer eine Stufenleiter baut, an deren unterem Ende «Local» als Etikette sitzt. Ob das ein Muster ist, sagen neun Seiten nicht — dafür bräuchte es eine Erhebung, und die habe ich nicht gemacht.

Wo die Preisübersichten ihre Grenze haben

Preisübersichten dieser Art stellen sich als Zusammenstellung gängiger Preismodelle dar. Bei einer der gelesenen Seiten habe ich die verlinkte Methodik mitgelesen: sie beschreibt sorgfältig, wie Agenturen bewertet werden, und nennt für Preise und Leistungspakete einen Aktualisierungsrhythmus. Wie viele Anbieter den Preisspannen zugrunde liegen, steht dort nicht.

Das macht die Übersicht nicht falsch. Es heisst nur: Sie ist eine Zusammenstellung, keine Erhebung, und lässt sich nicht als erhobene Zahl zitieren. Derselbe Vorbehalt gilt für diesen Beitrag hier, und deshalb steht er weiter unten unter «Was offen bleibt» noch einmal — für neun Seiten gilt er genauso.

Ein Angebot lesen können ist mehr wert als ein Richtpreis

Wenn Sie zwei Offerten vor sich haben und nicht beurteilen können, warum die eine dreimal so viel kostet: Ich schaue mir das in einem kostenlosen Erstgespräch mit Ihnen an — unverbindlich, mit Antwort innert 48 Stunden an Werktagen.

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So machen Sie zwei Angebote vergleichbar

Das ist der Teil, der einen Richtpreis ersetzt. Sechs Fragen, die jeder Anbieter beantworten kann — und deren Antworten den Preisunterschied fast immer vollständig erklären.

02 Sechs Fragen an jede Offerte

Nicht «wie viel», sondern «wofür»

1

Wie viele Stunden im Monat, und wofür?

Nicht der Stundensatz ist die Auskunft, sondern die Zahl der Stunden und ihre Verteilung. Ein Angebot, das keine Grössenordnung nennen kann, hat den Umfang nicht bestimmt — dann ist auch der Preis nicht bestimmt.

2

Für wie viele Orte?

Ein Standort, drei Orte oder ein ganzer Kanton sind völlig verschiedene Aufgaben — Ortsseiten, Verzeichniseinträge und Messpunkte vervielfachen sich mit jedem Ort. Ein Preis ohne Ortszahl ist keine Zusage.

3

Wer schreibt die Texte?

Ortsseiten und Profilbeiträge sind Textarbeit. Wenn die Texte beim Kunden liegen, ist der Preis nicht vergleichbar mit einem, bei dem sie enthalten sind — und das ist der häufigste unsichtbare Unterschied zwischen zwei Offerten.

4

Was genau wird gemessen, und wie oft?

«Reporting» ist kein Inhalt. Fragen Sie nach den Kennzahlen: Positionen für welche Suchbegriffe, an welchem Ort gemessen, Anfragen über welchen Weg gezählt. Beim Local Pack ist der Messort Teil des Ergebnisses — dieselbe Suche kann im Nachbarort etwas anderes liefern.

5

Was passiert im ersten Monat, was danach?

Der erste Monat ist fast immer der teuerste in Arbeit: Profil aufräumen, Verzeichnisse angleichen, Grundlagen legen. Ein gleichbleibender Monatspreis ist deshalb eine Mischrechnung — fragen Sie, was ab Monat vier tatsächlich noch getan wird.

6

Wie komme ich wieder heraus?

Laufzeit, Kündigungsfrist, und die wichtigste Frage: Wem gehören danach die Konten und Einträge? Ein Google-Unternehmensprofil, das auf die Agentur läuft, ist ein Rückgaberecht, das Sie nicht haben.

Was offen bleibt

Ist «neun Seiten» eine Marktzahl?

Nein, und ich nenne sie ausdrücklich nicht so. Neun Seiten sind ein Nachmittag Lesearbeit — keine Stichprobe, keine Zufallsauswahl, kein Anspruch auf Vollständigkeit. Belegt ist damit genau eine Aussage: dass diese neun Seiten am 29.08.2026 das enthielten, was hier steht. Für einen Satz über Schweizer Preise allgemein reicht das nicht, und ein solcher steht deshalb nirgends in diesem Beitrag.

Sind das die Preise, die Kunden tatsächlich zahlen?

Unbekannt. Es sind veröffentlichte Preise. Was am Ende in einem Vertrag steht, sehe ich nicht — und veröffentlicht habe ich es auf keiner der neun Seiten gefunden. Ein publizierter Einstiegspreis kann eine Verhandlungsbasis, ein Lockangebot oder eine ehrliche Untergrenze sein — von aussen ist das nicht unterscheidbar.

Warum nennen Sie die Anbieter nicht?

Weil der Einwand die Vergleichbarkeit der Zahlen betrifft und nicht die Qualität der Anbieter. Jede der gelesenen Seiten ist in ihrem eigenen Rahmen schlüssig; unvergleichbar werden die Zahlen erst, wenn man sie herauslöst und nebeneinanderstellt — was hier geschieht. Eine Aussage über einen bestimmbaren Dritten wäre nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG) dann eine Herabsetzung, wenn sie unrichtig, irreführend oder unnötig verletzend ist — wahre und sachlich nötige Kritik ist erlaubt. Die Bestimmbarkeit hängt dabei nicht am Namen: ein wörtlich zitierter Satz reicht, weil man ihn suchen kann. Deshalb steht in diesem Beitrag kein einziges wörtliches Zitat von einer Anbieterseite.

Was kostet es denn bei Ihnen?

Diese Frage beantworte ich nicht in einem Beitrag, der die Vergleichbarkeit von Zahlen ohne Umfang kritisiert — das wäre genau derselbe Fehler. Im Erstgespräch bekommen Sie eine Zahl mit Umfang, Ortszahl und dem, was ab Monat vier passiert. Und wenn eine andere Offerte diese sechs Fragen besser beantwortet, ist das die richtige Wahl.

Quellen

  • Neun Schweizer Seiten zu Kosten und Preisen für Suchmaschinenoptimierung, alle am 29.08.2026 im gerenderten Browser aufgerufen (je HTTP 200) und im Volltext gelesen. Absichtlich nicht benannt und nicht wörtlich zitiert, Begründung im Aufklapper oben. Gelesen wurden fünf Zahlen, die sich auf einen lokalen Einzelstandort beziehen lassen: ab CHF 300.– (ausdrücklich für Local SEO), ab CHF 490.– (Einstieg laufende Betreuung), CHF 690.– bis 990.– (Rechenbeispiel Einzelstandort), CHF 500.– bis 2’000.– (unterste Monatsstufe mit Local SEO als Bestandteil) und CHF 1’500.– bis 2’500.– (unterste Stufe einer mehrstufigen Leiter, nach Local SEO benannt).
  • Methodik-Seite, auf die eine der neun Seiten verweist, am 29.08.2026 gelesen — dokumentiert die Bewertung von Agenturen und nennt für Preise und Leistungspakete einen Aktualisierungsrhythmus, jedoch keine Anzahl von Anbietern, auf denen die Preisspannen beruhen.
  • Nicht verwendet: die Zusammenfassungen der Suchmaschine. Sie nannten Zahlen, die ich auf den Seiten teils anders oder gar nicht gefunden habe. Für diesen Beitrag zählt ausschliesslich, was auf der geöffneten Seite stand.

Stand 29. August 2026. Preisseiten werden ohne Ankündigung überarbeitet; die hier gelesenen Zahlen sind eine Momentaufnahme dieses Tages und kein Richtwert. Nächste Nachprüfung: spätestens 1. März 2027. Wenn Sie eine Schweizer Erhebung mit Stichprobe, Zeitraum und Leistungsbeschreibung kennen, schreiben Sie mir — ich nehme sie hier auf und nenne, wer sie erhoben hat.

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